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Ratgeber für Ihre Gesundheit:

EHEC-Erreger -Das müssen Sie beachten!

|Aktuelle Meldung der ABDA|  |Infoblatt der Apothekerkammer|

Patientin mit blutigem Durchfall sollten möglichst schnell einen Arzt aufsuchen. Das gilt besonders, wenn ein Kind, ein älterer oder ein abwehrgeschwächter Mensch erkrankt ist. "Wenn der Verdacht auf eine schwerwiegende

Infektion besteht, sollte  man  nicht  abwarten oder versuchen, sich allein zu behandeln", rät Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer. "Stattdessen raten Apotheker dazu, schnellstmöglich einen Arzt aufzusuchen." Grundsätzlich müssen bei Durchfall Verluste an Elektrolyten und Flüssigkeit ersetzt werden.

 

Derzeit treten gehäuft Infektionen mit EHEC (Enterohämorrhagische Escherichia coli)-Bakterien auf. Gefährdet sind vor allem Säuglinge, Kleinkinder, ältere und abwehrgeschwächte Menschen. Kinder unter fünf Jahren sind besonders häufig von schwer verlaufenden EHEC-Erkrankungen mit blutigem Durchfall oder Komplikationen wie Anämie oder Nierenversagen betroffen. Eine EHEC-Infektion kann sich zeigen als unblutiger, meist wässriger Durchfall. Begleitsymptome sind Übelkeit, Erbrechen und zunehmende Bauchschmerzen, seltener Fieber. Bei 10 bis 20 Prozent der Erkrankten entwickelt sich als schwere Verlaufsform ein Durchfall mit krampfartigen Bauchschmerzen, blutigem Stuhl und teilweise Fieber. Die Infektion kann aber auch ohne Beschwerden verlaufen und somit unerkannt bleiben.

 

EHEC-Bakterien können auf vielfältige Art und Weise übertragen werden, zum Beispiel beim Verzehr verunreinigter Lebensmittel oder durch den Kontakt mit infizierten Tieren. Darüber hinaus ist eine Infektion möglich durch verunreinigtes Wasser, zum Beispiel beim Baden, oder von Mensch zu Mensch.

 

Um eine Infektion mit EHEC zu vermeiden, sollten die Hände gründlich mit Seife gewaschen werden. Das gilt für Kinder besonders nach einem Kontakt mit Tieren, beispielsweise im Streichelzoo oder in Bauernhöfen. Kinder sollten auch nur außerhalb der Zonen mit Tierkontakt essen oder trinken. Bei der Zubereitung von Speisen sollten strenge Hygienevorschriften eingehalten werden. Erhitzen tötet die Erreger ab und wird deshalb für Lebensmittel empfohlen.

Quelle: www.abda.de - 24. Mai 2011

 

 

 

|Aktuelle Meldung der ABDA|  |Infoblatt der Apothekerkammer|

 

Infoblatt der Apothekerkammer
zum Darmbakterium EHEC vom 24. Mai 2011

 

 

Wie infiziert man sich?

 

  • Hauptansteckungsgefahr: orale Aufnahme der Bakterien
  • direkter Kontakt mit Tieren oder deren Ausscheidungen sowie durch den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln, z. B. Rindfleisch, Rohmilch (EHEC befindet sich oftmals im Kot von Nutztieren wie Rindern, Schafen und Ziegen)
  • durch das Trinken kontaminierten Wassers (z. B. Badegewässer)
  • im Verdacht steht ungewaschene Rohkost wie Obst und Gemüse
  • von Mensch zu Mensch (mangelnde Hygiene)

 

Wer ist betroffen?

 

  • alle Altersgruppen
  • Säuglinge, Kinder und ältere abwehrgeschwächte Menschen sind jedoch besonders gefährdet
  • Während in der Vergangenheit zumeist Kinder betroffen waren, snd aktuell vor allem erwachsene Frauen erkrankt. Eine wirklich tragende Erklärung dafür hat die Wissenschaft bislang nicht.

 

In den Medien wird viel berichtet. Wie tödlich ist die Krankheit wirklich?

 

  • Bei schwerem Verlauf drohen Nierenversagen, Blutarmut durch den Zerfall roter Blutkörperchen und einem Mangel an Blutplättchen.
  • Bei Kindern treten in 5 bis 10 Prozent der Fälle schwere Komplikationen auf. Innerhalb dieses Personenkreises wiederum verläuft bei 2 Prozent die Krankheit tödlich: Von 1.000 erkrankten Kindern sterben statistisch ein bis zwei Kinder.

 

Symptome:

 

  • wässriger Durchfall, teilweise blutig
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Die Infektion kann ohne Beschwerden verlaufen und somit unerkannt bleiben.
  • Bei 10 bis 20 Prozent der Erkrankten entwickelt sich als schwere Verlaufsform eine blutige Darmentzündung mit krampfartigen Bauchschmerzen, blutigem Stuhl und teilweise Fieber.

 

Wie kann man das Risiko einer Infektion eindämmen?

 

  • Hände regelmäßig gründlich waschen, besonders nach Tier- und Bodenkontakt
  • beim Kochen Lebensmittel durchgaren (mindestens 10 Minuten bei 70 Grad)
  • Brettchen, Besteck und Geschirr gründlich spülen
  • keine Rohmilch trinken

 

 Was tun, wenn Beschwerden auftreten?

 

  • Bei massiven Durchfällen ist der Ausgleich des Salz- und Flüssigkeitsverlustes die wichtigste therapeutische Maßnahme. Also: Viel trinken!
  • Bei schweren Beschwerden: sofort einen Arzt aufsuchen
  • Wer zur Risikogruppe gehört (Kinder, kranke und alte Menschen), sollte bei einer etwaigen Infektion umgehend einen Arzt aufsuchen und mit einem Krankenhausaufenthalt rechnen.
  • Antibiotika helfen bei dieser Infektion bislang nicht bzw. verschlimmern die Krankheit.
  • Behandeln kann man nur die Symptome, nicht die Infektion an sich.
 

 

 

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